Biologisches Knorpelimplantat Foto oben: vor OP, Foto unten: nach OP

C = CondroFiller (Dr. Gerold Mohr)

Biologisches Knorpelimplantat – Ambulante OP an der Tagesklinik

„Wie kein anderes biologisches Knorpelimplantat ist ChondroFiller ideal dafür geeignet, Knorpelschäden zu regenerieren. Für Patienten mit lokal begrenzten Knorpeldefekten ist dies ein großer Gewinn“, berichtet Dr. Gerold Mohr, Facharzt für Orthopädie, Bad Kreuznach.

Die Operation wird in der Regel ambulant in der Tagesklinik Am Brand durchgeführt. Falls erforderlich, besteht die Möglichkeit der kurzzeitstationären Betreuung in der Klinikabteilung der Tagesklinik. Die Operation wird von privaten Krankenkassen und mittlerweile auch von vielen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

„Die Behandlung von Knorpelschäden hängt von der im MRT festgestellten Größe und Lokalisation ab. Vor der Operation werden von mir zunächst konservative Maßnahmen ausgeschöpft. Kommt es zu keiner nachhaltigen Verbesserung, kann bei den infrage kommenden Patienten eine OP mit ChondroFiller durchgeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Verfahren wie z.B. Knorpelzüchtung lässt sich ChondroFiller in der Regel mittels Arthroskopie in den Defekt füllen. Es hat den Vorteil, dass es wie ein Komponentenkleber flüssig ist und erst im Gelenk aushärtet“ – so Dr. Gerold Mohr.

ChondroFiller besteht aus hochreinem Kollagen-I und funktioniert ohne Züchtung von Zellen im Labor. Damit entfällt eine zusätzliche OP für die betroffenen Patienten. Eingesetzt wird dieses zellfreie Kollagen – I – Implantat zur autoregenerativen Behandlung von Schäden der Gelenkknorpel. Es stimuliert die körpereigene Regeneration und die Entstehung von hochwertigem hyalinartigem Knorpel. Dabei bietet die Kollagenmatrix optimale Bedingungen zur Einwanderung von Knorpel- und Stammzellen. Ein vorliegender Knorpelschaden kann somit vollständig geschlossen werden. Voraussetzung für die regenerative Knorpel-OP mit ChondroFiller ist, dass noch ein stabiler Knorpelrand vorhanden ist, der Defekt begrenzt ist und eine gewisse Größe nicht überschreitet.

Die OP mit ChondroFiller kommt für Patienten ab dem 18. bis etwa zum 50. Lebensjahr infrage. Vorrausetzungen sind, neben dem noch erhaltenen Knorpelrand, ein intakter Umgebungsknorpel sowie eine intakte Gegengelenkfläche. Weiter müssen eine gerade Beinachse, ein stabiler Bandhalt, freie Beweglichkeit und ein intakter Meniskus vorliegen. Dr. Mohr: „Diese Methode ist vor allem für Patienten geeignet, bei denen ein umschriebener Knorpelschaden ohne manifeste Arthrose vorliegt. Bislang konnten wir mit dem ChondroFiller-Verfahren bereits sehr gute Erfolge erzielen.“